Website Copywriting: 10 ultimative Tipps, um mit deiner Website endlich Kunden zu gewinnen
- 11. Juni
- 14 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Juni

Neulich im Supermarkt:
Eine Frau irrt durch die Gänge und schimpft:
„Wo ist der verdammte Basilikum?!“
Laut.
Ja, fast schon verzweifelt.
Sie suchte offenbar seit Minuten.
Eine Mitarbeiterin wies sie dann freundlich darauf hin, dass sich die Kräuter nur ein Regal weiter befinden.
Somit hatte die Dame einfach nur am falschen Ort gesucht und sich völlig umsonst aufgeregt.
Ich musste schmunzeln, weil mir das selbst schon viel zu oft passiert ist.
Aber hey, genauso geht es vielen Unternehmern mit ihrem Marketing.
Sie rackern sich ab, posten fleißig auf Social Media, schalten Ads, betreiben Outreach ...
... jedoch ohne die gewünschten Ergebnisse.
Planbare Kundenanfragen? Fehlanzeige.
Ein erfüllendes Business mit genug Freizeit? Eher das Gegenteil.
Und Wachstum? Höchstens auf der To-do-Liste.
Das führt über kurz oder lang zu Frust.
Dabei übersehen die meisten Unternehmer eine entscheidende Sache:
Nämlich, dass der wahre Flaschenhals die eigene Website ist.
Das gilt ganz besonders im TikTok- und KI-Zeitalter, denn:
90% aller LinkedIn-Posts klingen ähnlich
Ein Großteil des Contents online hat den gleichen, faden Beigeschmack
Austauschbarkeit verströmt eine fast schon unverschämte Omnipräsenz
Deshalb suchen deine Wunschkunden im Jahr 2026 eine Sache dringender als jemals zuvor:
Eine überzeugende, argumentativ starke Website als Gegenpol zum ermüdenden Social-Media-Einheitsbrei.
Doch leider geben die meisten Websites hier gar keine gute Figur ab ...
... weil sie voller Floskeln und Allgemeinaussagen sind ...
... und weil verkaufspsychologische Elemente vollständig fehlen.
Das führt dazu, dass Besucher dein Angebot nicht auf Anhieb verstehen.
Die Seite wirkt „wie von der Stange“, sodass deine wertvollen Alleinstellungsmerkmale nicht zur Geltung kommen.
Struktur und Aufbau überfordern deine Leser, weshalb diese vorzeitig abschalten und wegklicken.
Was ich dir damit sagen will:
Generische Texte sind der Hauptgrund dafür, warum die meisten Websites kein Geld verdienen – und niemals über den Status der digitalen Visitenkarte hinauswachsen.
Die gute Nachricht:
Die Website Copywriting und die damit verbundenen Best Practices sind erlernbar.
Und oft sind es nicht die großen Design-Revolutionen oder komplizierten Marketing-Funnels, die den Unterschied machen.
Sondern einige wenige Prinzipien, die dafür sorgen, dass Besucher deine Website nicht verlassen, sondern die gewünschte Handlung ausführen.
Genau darum geht es in diesem Leitfaden.
Was ist Website Copywriting überhaupt?

Website Copywriting beschreibt die strategische Entwicklung von Texten, die Besucher einer Website in Interessenten, Anfragen oder Kunden verwandeln.
Im Gegensatz zu klassischen Informationstexten verfolgt Website Copywriting ein konkretes Ziel:
Es soll Menschen dabei helfen, eine Entscheidung zu treffen.
Dafür muss die Website Fragen beantworten, Vertrauen aufbauen, Unsicherheit reduzieren und Besucher Schritt für Schritt zur nächsten Handlung führen:
Ob Kontaktanfrage, Beratungsgespräch, Kauf oder Newsletter-Anmeldung.
Was das Copywriting für die Homepage besonders anspruchsvoll macht:
Auf einer Website kannst du nicht zu 100% kontrollieren, wo ein Besucher einsteigt.
Manche Menschen landen auf deiner Startseite.
Andere kommen direkt über Google oder via Social Media auf eine Leistungsseite.
Wieder andere lesen zuerst deine Blogartikel oder klicken sich sofort zur Preisübersicht.
Deshalb muss moderne Website Copy nicht nur Menschen überzeugen, sondern auch Suchmaschinen dabei helfen zu verstehen, für welche Themen und Probleme eine Seite relevant ist.
Jede einzelne Seite muss deshalb für sich funktionieren und gleichzeitig Teil eines übergeordneten Verkaufssystems sein.
Genau darin liegt die eigentliche Herausforderung.
Effektive Website-Texte müssen informieren, Vertrauen aufbauen, Einwände behandeln und Orientierung geben – unabhängig davon, an welchem Punkt der Customer Journey ein Besucher einsteigt.
Gute Website-Texte beseitigen Unsicherheit und Skepsis.
Sie zeigen dem Besucher:
dass er hier richtig ist
dass sein Problem verstanden wird
dass eine Lösung existiert
und warum genau dieses Angebot die richtige Wahl für ihn ist
Deshalb ist Website Copywriting weit mehr als das Schreiben von Texten.
Es verbindet Verkaufspsychologie, Marketing, Nutzerverhalten, Suchmaschinenoptimierung und strategische Kommunikation.
By the way: Hinter jedem guten Website-Text stecken dieselben psychologischen Mechanismen, die auch in Salespages, Newslettern oder Werbeanzeigen funktionieren. Wenn du diese Grundlagen besser verstehen möchtest, empfehle ich dir die ultimative Anleitung von the legend himself, Walter Epp aka Schreibsuchti: Copywriting: Die ultimative Anleitung
Website Copywriting Tipp #1: Kenne deine Zielgruppe besser als sie sich selbst
Die meisten Websites scheitern nicht an schlechten Formulierungen.
Sie scheitern daran, dass sie über Dinge sprechen, die den Leser innerlich kaltlassen.
Das gilt insbesondere in der heutigen Zeit, in der immer mehr Unternehmer und Creator das Website Copywriting blind an AI auslagern.
Der häufigste Fehler:
Unternehmen beschreiben ihr Angebot ausschließlich aus ihrer eigenen Perspektive.
Was es kann.
Wie es funktioniert.
Welche Features enthalten sind.
Dein Leser fragt sich aber etwas völlig anderes:
„Bin ich hier richtig?“
„Verstehen die mein Problem?“
„Können die mir helfen?“
„Und warum sollte ich ausgerechnet denen vertrauen?“
Gute Website Copy beginnt deshalb nicht beim Schreiben.
Sondern beim Zuhören. Deshalb (und das ist super wichtig):
Führe Kundeninterviews.
Analysiere Sales-Calls.
Lies Bewertungen, Kommentare, Support-Anfragen und echte Nachrichten deiner Zielgruppe.
Und achte dabei nicht nur darauf, was Menschen sagen.
Achte vor allem darauf, wie sie es sagen.
Denn genau dort liegt das Gold.
Beispiel:
Ein Coach könnte auf seine Website schreiben:
„Ich helfe dir, deine Positionierung zu schärfen.“
Klingt okay.
Aber vielleicht sagt seine Zielgruppe in Wahrheit:
„Ich kann irgendwie alles, aber keiner versteht so richtig, wofür man mich buchen sollte.“
Das ist die Sprache in der ein potenzieller Kunde sein Problem ausdrückt.
Folglich ist diese Formulierung auch die bessere Headline.
Weil sie 1:1 das auf den Kopf trifft, was der Leser wirklich denkt.
Und genau das ist der Punkt:
Je besser du die inneren Dialoge deiner Zielgruppe kennst, desto weniger musst du später „überzeugen“.
Weil dein Leser das Gefühl hat:
„Verdammt. Genau so geht’s mir.“
Und ab diesem Moment liest er weiter.
Weil das, was du sagst, hochrelevant bist.
Übrigens: Wie du ganz genau herausfindest, wonach sich deine Wunschkunden aus tiefstem Herzen sehnt, zeige ich dir in meinem kostenlosen Copywriting Kurs.
Website Copywriting Tipp #2: Mach SEO nicht zum Selbstzweck
Viele Unternehmen schreiben für Google.
Die besten Unternehmen schreiben für Menschen – und machen es Google leicht, diese Relevanz zu erkennen.
Das ist ein riesiger Unterschied.
Denn SEO Website Copywriting bedeutet nicht, ein Keyword möglichst oft in einen Text zu pressen, bis er klingt wie ein schlecht programmierter Staubsaugerroboter.
Viel mehr bedeutet es:
Verstehe, warum jemand sucht.
Welche Frage wirklich hinter dem Suchbegriff steckt.
Und was passieren muss, damit dieser Mensch nach dem Lesen denkt:
„Perfekt. Genau das habe ich gesucht.“
Beispiel:
Ein Unternehmer googelt „Business Coach München“.
Er steht aber nicht morgens auf und denkt sich: "Ich brauche einen Business Coach."
Er googelt, weil sein Umsatz seit Monaten stagniert.
Weil er das Gefühl hat, ständig beschäftigt zu sein, ohne wirklich voranzukommen.
Oder weil er endlich Klarheit darüber gewinnen möchte, wie er aus diesem Plateau rauskommt.
Genau diese Suchintention muss deine Website bedienen.
Und jetzt kommt der entscheidende Punkt:
SEO macht nur dann Sinn, wenn der gewonnene Traffic ein konkretes Ziel verfolgt.
Sprich: Hand in Hand mit deinen Unternehmenszielen geht.
Im Wesentlichen gibt es dafür zwei Möglichkeiten:
Du leitest Besucher direkt auf SEO-optimierte Leistungs- und Angebotsseiten, um bereits vorhandenes Kaufinteresse zu bedienen
Du leitest Besucher in ein Einstiegsangebot wie deinen Newsletter, ein Webinar, ein Freebie oder einen Leadmagneten, um die Beziehung zu potenziellen Kunden der Zukunft aufzubauen
Alles andere sorgt vielleicht für eine ganz nette Zahl in Google Analytics.
Aber 10.000 Besucher bringen dir nichts, wenn am Ende niemand kauft. Das wird dir jeder halbwegs gute SEO-Copywriter bestätigen.
Deshalb solltest du SEO niemals isoliert betrachten.
Jede Page deiner Website sollte Teil eines größeren Systems sein, das Besucher Schritt für Schritt zu Kunden macht.
Keywords sorgen dafür, dass Menschen dich finden.
Strategische Website Copy sorgt dafür, dass sie bleiben.
Und genau diese Kombination sorgt am Ende für Umsatz.
Website Copywriting Tipp #3: Jede Seite braucht ein klares Ziel
Eine Website ist kein Museum.
Sie muss nicht dein komplettes Business abbilden.
Sie muss Menschen lediglich zur nächsten sinnvollen Handlung führen.
Trotzdem wirken die meisten Business-Websites wie ein überladenes Restaurant-Menü:
Das Problem:
Je mehr Optionen du deinem Besucher gibst, desto schwerer machst du ihm die Entscheidung.
Deshalb solltest du dich nicht fragen:
„Was könnten wir hier noch alles unterbringen?“
Sondern:
„Was soll der Leser nach dieser Seite als Nächstes tun?“
Beispiel:
Eine Leistungsseite sollte nicht gleichzeitig als Langingpage, Blogartikel-Archiv und Wissensdatenbank fungieren.
Sie sollte eine klare Aufgabe erfüllen:
Den richtigen Besucher so weit bringen, dass er eine Anfrage stellt.
Alles auf dieser Seite muss diesem Ziel dienen:
Die Headline
Die Argumente
Die Beispiele
Die Einwände
Der Call-to-Action
Natürlich darf und sollte eine Page informieren, Vertrauen aufbauen und Fragen beantworten.
Aber immer mit klarem Fokus.
Denn Orientierung verkauft.
Überforderung kostet Kunden.
Website Copywriting Tipp #4: Mobile First ist heute Standard
Deine Website wird nicht einfach nur mobil aufgerufen.
Sie wird mobil gescannt, bewertet und aussortiert.
Oft innerhalb weniger Sekunden.
Zwischen zwei Terminen.
Nebenbei auf dem Sofa.
Mit halber Aufmerksamkeit.
Und dem Daumen schon auf dem Absprung.
Deshalb reicht es nicht, wenn deine Website auf dem Smartphone „responsiv“ aussieht.
Sie muss mobil führen.
Das heißt:
Kurze Sinnabschnitte.
Klare Zwischenüberschriften.
Starke erste Sätze.
Genug Weißraum.
Und CTAs, die sichtbar sind, bevor dein Leser innerlich kündigt.
Hier ein Beispiel:
Schlecht:
„Wir unterstützen mittelständische Unternehmen bei der Entwicklung individueller Strategien zur nachhaltigen Optimierung ihrer digitalen Kommunikationsprozesse.“
Besser:
„Dein Marketing kostet Zeit, Geld und Nerven?
Dann wird es Zeit, dass deine Website endlich verkauft.“
Warum?
Weil die zweite Variante mobil sofort greifbar ist.
Sie erzeugt ein Bild.
Sie benennt ein Problem.
Und sie führt weiter.
Genau darum geht’s.
Mobile Website Copy muss nicht kürzer sein.
Aber du solltest deine Botschaften auf optimale Konsumierbarkeit ausrichten.
Denn auf dem Smartphone gewinnt derjenige, der seinen Leser am schnellsten zum Weiterlesen bewegt.
Website Copywriting Tipp #5: Storytelling ist ein Must-have
Menschen merken sich keine Fakten.
Sie merken sich Situationen, in denen sie sich wiedererkennen.
Situationen, die sie so oder so ähnlich schon selbst erlebt haben.
Genau deshalb ist Storytelling so mächtig.
Denn eine Geschichte macht Emotionen erlebbar.
Und genau dadurch entstehen Bilder im Kopf.
Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung:
Schwach:
„Stress kann die Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen.“
Besser:
„Es ist Mittwochabend. Dein Schreibtisch sieht aus wie ein Schlachtfeld. Auf deinem Bildschirm sind 17 Tabs geöffnet. Dein Handy vibriert im Minutentakt. Und während du versuchst, die nächste Aufgabe zu erledigen, fällt dir auf, dass du dieselbe E-Mail bereits zum dritten Mal liest.“
Beide Aussagen beschreiben dasselbe Problem.
Aber nur die zweite Variante lässt dich die Situation fühlen.
Und genau das macht Storytelling so wertvoll.
Menschen treffen Kaufentscheidungen selten aufgrund von Informationen allein.
Sie treffen Entscheidungen, weil sie sich emotional mit einer Situation identifizieren.
Ich habe als Copywriter in zahlreichen Projekten erlebt, wie sich die Conversion Rates von Websites durch die gezielte Integration von Storytelling-Elementen deutlich verbessert haben.
Einfach weil wir die Spannung und Unterhaltungsfaktor steigern und somit die Absprungraten reduzieren konnten.
Deshalb solltest du auf deiner Website nicht nur erklären, was du tust.
Zeige, in welchem Moment dein Kunde merkt, dass er ein Problem hat.
Zeige die Konsequenzen des Nichtstuns.
Und zeige, wie sich sein Leben verändert, wenn dieses Problem gelöst wird.
Nein, Storytelling ersetzt keine Strategie.
Aber es verwandelt trockene Informationen in etwas, das Menschen verstehen und fühlen können.
Website Copywriting Tipp #6: Vertrauen schlägt Lautstärke
Viele Websites versuchen Aufmerksamkeit durch große Versprechen zu gewinnen.
„Mehr Freiheit.“
„Weniger Stress.“
„Finanzielle Unabhängigkeit.“
„Den Traumpartner finden.“
Das Problem:
Jeder in deiner Branche sagt das.
Und wenn jeder das Gleiche verspricht, glaubt irgendwann niemand mehr irgendwem.
Vertrauen entsteht deshalb nicht durch noch größere Behauptungen.
Sondern durch Beweise.
Aber Achtung:
Ein Beweis ist nicht nur ein Kundenlogo oder eine lieblose Bewertung mit fünf Sternen.
Ein guter Beweis beantwortet die unausgesprochene Frage deines Lesers:
„Woher weiß ich, dass das bei mir auch funktioniert?“
Deshalb sind konkrete Nachweise so wertvoll:
Kundenstimmen mit Ausgangssituation
Case Studies mit Problem, Prozess und Ergebnis
Screenshots
Echte Zahlen
Vorher-nachher-Vergleiche
Ein transparenter Blick in deine Arbeitsweise
Beispiel:
Schwach:
„Unsere Kunden erzielen bessere Ergebnisse.“
Besser:
„Vor der Zusammenarbeit bekam Anna ihre Anfragen fast nur über Empfehlungen. Drei Monate nach dem Relaunch kamen 17 qualifizierte Erstgespräche rein über LinkedIn.“
Das ist nicht lauter.
Aber glaubwürdiger.
Und genau darum geht es.
Je besser du deine Aussagen belegen und präzisieren kannst, desto leichter wird dir dein Leser vertrauen.
Du reduzierst das Risiko aus seiner Entscheidung.
Und machst aus einem „Klingt interessant“ ein:
„Okay, das könnte für mich wirklich funktionieren.“
Website Copywriting Tipp #7: Veraltete Inhalte kosten dich Umsatz
Deine Website ist ein Vertriebsinstrument.
Und Vertriebsinstrumente müssen regelmäßig nachgeschärft werden, sonst stumpfen sie ab.
Trotzdem bleiben viele Websites oft jahrelang unverändert online.
Mit Angeboten, die so nicht mehr aktuell sind.
Mit Referenzen aus einer anderen Business-Ära.
Mit Argumenten, die früher funktioniert haben, heute aber niemanden mehr vom Hocker hauen.
Das Problem:
Dein Markt bleibt nicht stehen.
Kunden entwickeln sich weiter.
Einwände verändern sich.
Neue Wettbewerber tauchen auf.
Und Erwartungen verschieben sich.
Wenn deine Website diese Entwicklung nicht abbildet, entsteht Misstrauen.
Vielleicht nicht bewusst.
Aber dein Leser spürt:
„Irgendwie wirkt das nicht mehr ganz frisch.“
Ein Beispiel:
Ein Webdesigner kommuniziert auf seiner Website, dass er „moderne und responsive Websites" erstellt.
2016 war das noch ein starkes Verkaufsargument.
Heute erwartet jeder Kunde, dass eine Website mobil funktioniert.
Sprich: Der Vorteil ist zum Standard geworden.
Wer weiterhin alte Verkaufsargumente kommuniziert, verkauft an den Bedürfnissen seiner Zielgruppe vorbei.
Deshalb solltest du deine Website regelmäßig prüfen:
Sind deine Angebote noch aktuell?
Sprichst du noch die richtigen Probleme an?
Sind deine Beweise frisch?
Passen deine Argumente noch zum Markt und zur Technologie?
Aktualität ist kein kosmetisches Detail.
Sie zeigt, dass du deinen Markt verstehst.
Und genau das schafft Vertrauen.
Website Copywriting Tipp #8: Deep Dive statt Oberflächlichkeit
Die meisten Websites halten ihre Besucher für deutlich ungeduldiger, als sie tatsächlich sind.
Deshalb liest man überall dieselben Aussagen:
„Individuelle Lösungen.“
„Ganzheitlicher Ansatz.“
„Maßgeschneiderte Strategien.“
„Qualität steht bei uns an erster Stelle.“
Das Problem:
Solche Aussagen beantworten keine einzige Frage.
Sie erzeugen lediglich die Illusion von Kompetenz.
Echte Expertise zeigt sich an einem ganz anderen Punkt:
Daran, dass du Dinge erklären kannst, die andere nicht einmal bemerken.
Nehmen wir zwei Steuerberater.
Der erste schreibt:
„Wir helfen Unternehmen dabei, Steuern zu sparen.“
Der zweite schreibt:
„Viele Unternehmer konzentrieren sich ausschließlich auf die Höhe ihrer Steuerlast. Das eigentliche Problem entsteht jedoch häufig früher: Nämlich dann, wenn Investitionen, Unternehmensstruktur und Entnahmen nicht sauber aufeinander abgestimmt sind. Die Steuer ist oft nur das Symptom. Nicht die Ursache.“
Wer wirkt kompetenter?
Derjenige, der tiefer geht.
Und genau das ist die Aufgabe deiner Website.
Nicht Informationen liefern. (die haben wir heute im Überfluss)
Deine Website muss zeigen, dass du Zusammenhänge erkennst, die anderen entgehen.
Denn in dem Moment denkt dein Leser:
"Wenn diese Person Dinge sieht, die ich selbst bislang übersehen habe, sollte ich ihr vielleicht zuhören."
Merk dir:
Autorität entsteht nicht an der Oberfläche. Sondern in der Tiefe.
Website Copywriting Tipp #9: Kommuniziere einfach, kurz und blutig
Viele Unternehmer verwenden Fachsprache, weil sie kompetent wirken wollen.
Aber eine komplizierte Ausdrucksweise beweist selten Kompetenz.
Meistens beweist sie nur, dass der Leser arbeiten muss.
Und das ist gefährlich.
Denn sobald dein Leser einen Satz zweimal lesen muss, entsteht Reibung.
Sobald er über ein Fachwort stolpert, entsteht Distanz.
Sobald er denkt „Was meinen die damit eigentlich?“, bist du kurz davor, ihn zu verlieren.
Klare Sprache ist deshalb kein Verlust deiner Expertise.
Sie ist der Beweis, dass du dein Thema wirklich beherrschst.
Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung:
Schwach:
„Wir implementieren ganzheitliche Prozessoptimierungen zur nachhaltigen Effizienzsteigerung innerhalb Ihrer Organisationsstruktur.“
Besser:
„Wir finden die Stellen in deinem Unternehmen, die täglich Zeit, Geld und Nerven fressen.“
Das ist nicht weniger professionell.
Und es ist deutlich schärfer und greifbarer.
Deshalb gilt:
Jeder Satz muss deinen Leser vorwärts bringen.
Er muss etwas erklären.
Etwas beweisen.
Etwas fühlbar machen.
Oder den Leser zur nächsten Handlung führen.
Ist das nicht gegeben?
Weg damit.
Gute Website-Texte klingen nicht schlau.
Sie machen den Leser schlauer.
Und genau deshalb verkaufen sie.
Website Copywriting Tipp #10: Nutze bewährte Frameworks
Viele Unternehmer erstellen ihre Website-Texte so, wie ihnen die Gedanken gerade in den Kopf kommen.
Das ist ein Fehler.
Denn Menschen treffen Kaufentscheidungen nicht zufällig.
Sie durchlaufen fast immer bestimmte psychologische Schritte.
Genau deshalb existieren Website Copywriting Frameworks.
Sie helfen dir dabei, Informationen in einer Reihenfolge zu präsentieren, die der natürlichen Denkweise deiner Zielgruppe entspricht.
Hier ein paar Frameworks, die du für deine Website verwenden kannst:
PAS (Problem – Agitation – Solution)
Dieses Framework eignet sich hervorragend für Startseiten, Landingpages und Lead-Magneten.
Du zeigst zunächst das Problem deines Lesers.
Anschließend verdeutlichst du die Konsequenzen, die entstehen, wenn das Problem ungelöst bleibt.
Erst danach präsentierst du deine Lösung.
Das funktioniert deshalb, weil Menschen sich deutlich stärker für Lösungen interessieren, wenn sie das Problem zuvor emotional verstanden haben.
AIDA (Attention – Interest – Desire – Action)
Der Klassiker für Angebots-, Leistungs- und Verkaufsseiten.
Du gewinnst zunächst Aufmerksamkeit.
Danach baust du Interesse auf.
Anschließend erzeugst du Verlangen nach der Lösung.
Und führst den Leser schließlich zur Handlung.
Das Framework bildet den natürlichen Weg vieler Kaufentscheidungen erstaunlich präzise ab, weshalb es trotz seiner inflationären Verwendung aus der Marketing-Welt nicht wegzudenken ist.
FAB (Feature – Advantage – Benefit)
Ideal für Leistungsseiten.
Die meisten B2B-Business-Owner stolpern bei ihren Leistungsbeschreibungen über Features.
Der Kunde interessiert sich jedoch viel stärker für die Auswirkungen dieser Eigenschaften, weshalb du sie greifbar machen musst.
Beispiel:
Feature:
„Monatliche Strategie-Calls"
Advantage:
„Regelmäßige Abstimmung"
Benefit:
„Du triffst schneller bessere Entscheidungen und vermeidest teure Umwege."
Erst mit dieser Vorgehensweise adressiert ein Feature ein bereits vorhandenes Verlangen deines Kunden.
StoryBrand-Framework
Dieses Framework ist besonders hilfreich bei About-Seiten.
Der größte Fehler vieler Unternehmen:
Sie schreiben ihre About-Seite wie einen Lebenslauf:
Wann sie gegründet wurden.
Welche Zertifikate sie besitzen.
Welche Meilensteine sie erreicht haben.
Aber dein Besucher interessiert sich in erster Linie für eine einzige Frage:
"Kann mir diese Person helfen?"
Genau hier setzt das StoryBrand-Framework von Donald Miller an.
Es folgt einer einfachen Struktur:
Der Kunde ist der Held
Der Held hat ein Problem
Er trifft auf einen Mentor
Der Mentor präsentiert einen Plan
Der Mentor fordert zur Handlung auf
Dadurch vermeidet der Held Misserfolge
Und erreicht sein gewünschtes Ziel
Übertragen auf eine Über-uns-Seite bedeutet das:
Statt ausführlich über dein Unternehmen zu sprechen, zeigst du zunächst, welche Herausforderungen deine Zielgruppe bewältigen muss.
Anschließend positionierst du dich als erfahrener Guide, der diesen Weg bereits unzählige Male begleitet hat.
Du erklärst deinen Prozess.
Zeigst den nächsten Schritt.
Machst deutlich, welche Konsequenzen drohen, wenn das Problem ungelöst bleibt.
Und zeichnest ein klares Bild vom gewünschten Ergebnis.
So erschaffst du eine About-Seite, die nicht wie Eigenwerbung wirkt.
Sondern wie der Beginn einer innigen und erfolgreichen Kundenbeziehung.
4U-Framework (Useful, Urgent, Unique, Ultra-Specific)
Perfekt für Headlines.
Bevor du eine Überschrift veröffentlichst, stelle dir vier Fragen:
Ist sie nützlich?
Ist sie relevant oder zeitkritisch?
Ist sie einzigartig?
Ist sie konkret?
Je mehr dieser Kriterien erfüllt sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen weiterlesen.
Aber Achtung, hier kommt ein wichtiger Hinweis:
Frameworks sind Werkzeuge.
Keine Religion.
Die meisten Website-Betreiber scheitern nicht daran, dass sie das falsche Framework nutzen.
Sie scheitern daran, dass sie das Ziel der Page aus den Augen verlieren.
Denn ein Framework kann psychologisch perfekt umgesetzt worden sein ...
... und trotzdem nicht funktionieren.
Nämlich dann, wenn es den Leser nicht zur gewünschten Handlung führt.
Deshalb gilt:
Erst das Ziel.
Dann das Website Copywriting Template.
Und erst danach die Formulierungen.
Bonus-Tipp: A/B-Tests statt Bauchgefühl
Eine der härtesten Lektionen im Marketing:
Der Markt hat immer recht.
Nicht du.
Nicht dein Designer.
Nicht dein Website-Texter.
Und schon gar nicht dein Bauchgefühl.
Ich habe schon Headlines gesehen, die ich persönlich furchtbar fand – und die trotzdem deutlich besser performt haben als die vermeintlich stärkere Variante.
Warum?
Alles was wir als Unternehmer, Marketer und Copywriter schreiben, basiert auf einer informierten Vermutung. Aber wir können nicht in die Köpfe von tausenden Menschen gucken.
Diese kennen dein Fachgebiet nicht so gut wie du.
Sie interessieren sich nicht für deine interne Logik.
Und sie bewerten deine Website nach völlig anderen Kriterien als du.
Deshalb sind A/B-Tests so wertvoll.
Weil sie Vermutungen durch Daten ersetzen.
Und so führen kleinste Änderung manchmal zu großen Performance-Unterschieden.
Eine andere Headline.
Eine konkretere Nutzenargumentation.
Ein neuer Call-to-Action.
Oder ein anderer Einstieg.
Ich habe vor einiger die CTA-Formulierung meines Opt-in-Formulars von "Kostenlos anmelden" zu "Jetzt gratis anmelden" geändert. Die Anmeldezahlen haben sich in der Folgezeit halbiert. Als ich dann die alte Version wieder zurückgeholt habe, kletterten die Werte wieder auf das ursprüngliche Niveau.
Kleine Änderung. Großer Unterschied.
Das Verrückte daran:
Oft diskutieren Unternehmen wochenlang über Design, Farben oder einzelne Formulierungen ...
... während ein einfacher Test die richtige Antwort innerhalb weniger Tage liefern könnte.
Was ich dir damit sagen will: Die besten Websites gewinnen nicht aus Perfektion.
Sondern weil sie kontinuierlich optimiert werden.
Fazit: Mach deine Website zur Conversion-Maschine

Nach hunderten Website-Analysen ist mir eine Sache aufgefallen:
Die meisten Unternehmen haben kein Traffic-Problem.
Sie haben ein Conversion-Problem.
Denn seien wir mal ehrlich:
Mehr Besucher lösen dein Problem nicht automatisch.
Wenn von 100 Besuchern kein einziger anfragt, bringen dir 1.000 Besucher wahrscheinlich immer noch relativ wenig.
Die eigentliche Frage lautet deshalb:
Was passiert, nachdem jemand auf deiner Website gelandet ist?
Versteht dein Besucher sofort, worum es geht?
Erkennt er den Wert deines Angebots?
Baut er Vertrauen auf?
Und wird er zur nächsten sinnvollen Handlung geführt?
Denn die Conversion Rate deiner Website entscheidet darüber, ob deine Marketingmaßnahmen Geld verdienen ...
... oder nur Geld verbrennen.
Zum Glück reichen oft bereits wenige gezielte Anpassungen, um die Ergebnisse einer Website spürbar zu verbessern.
Deshalb habe ich einen kostenlosen E-Mail-Kurs entwickelt, in dem ich dir zeige, wie du die größten Conversion-Killer auf deiner Website erkennst und beseitigst.
Darin erfährst du unter anderem:
Warum Besucher deine Website verlassen, ohne anzufragen
Welche Conversion-Killer die meisten Unternehmer auf ihren Webseiten unbemerkt einbauen
Wie du aus Besuchern systematisch qualifizierte Anfragen machst
Welche versteckten Hebel den größten Einfluss auf deine Conversion Rate haben
Hier kannst du dich kostenlos anmelden: Conversion Rate erhöhen
Bleibt nur noch eine Frage offen:
Welche der hier vorgestellten 10 Tipps für besseres Website Copywriting wirst du zuerst umsetzen?
Let’s turn strangers into fans.
With copy that connects.
Dein Benny
Du interessierst dich für Copywriting und Website-Optimierung? Dann könnte dir das hier gefallen:
Hier zeige ich dir, wie du ein geniales Freebie online erstellst, das 10.000+ mal heruntergeladen wird
Hier kannst du mich als Conversion Copywriter für deine Website buchen
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